Berlinova, 11. - 13.06.2004 -by helldriverin-

Anfahrt

Vom 11.-13.06.2004 fand das Berlinova in der Nähe von Luckau auf dem Gelände eines alten Flugplatzes statt (�MZA Luckau�). Die 3 Tage Festival sind für 39 Euronen zu haben, und inkl. Zelten und Parken kommt man mit 49 Euro günstig weg.

Dieses Jahr fand das Berlinova zum 2. mal statt, und das Familiäre, wovon mir ein Freund vorgeschwärmt hat, bestand nicht nur darin, dass keine Millionen von Menschen sich auf dem Gelände tummeln, sondern nur einige Hundert, und es zum Beispiel nur einen großen Parkplatz gibt, und nicht mehrere a la �Parkzonen A � K�. *lol*

Der Anfahrtsweg ist leicht und gut beschrieben (www.berlinova.com) und wenn man dann erst mal die richtige Abfahrt genommen hat und sich nicht von dem laaaangen Anfahrtsweg (Landstrasse) mit nur sporadischer Ausschilderung beirren lässt, fährt man dann auf das Gelände zu. Ihr müsst euch das vorstellen, wie eine laaange Einflugschneise, von der dann irgendwann links der Parkplatz (plattgelatschte Wiese) abgeht und man sein Gefährt abstellt, dann den Kofferraum öffnet, die Musikanlage anschmeißt, und sich eine Hopfenkaltschale genehmigt. Umso lustiger wird�s, wenn man rudelweise anreist.

Mit Sack und Pack latschten wir dann in Richtung der Zelte, denn am Parkplatz schloss sich gleich der Zeltplatz an. Ich hatte mich erst gefragt, wieso sich die Leutz schon hier vorn niedergelassen haben � so weit weg vom Festivalgelände. Und ich dachte, es wäre von Vorteil, wenn man so nah wie möglich zeltet. Dass das kompletter Blödsinn war, wurde mir dann später klar. *G*

Der Zeltplatz war schon dicht besiedelt, die meisten grillten und feierten oder riefen nach Helga. Wo sich diese Frau überall rum treibt? Sogar hier im Osten! Die Dame scheint jedenfalls rumzukommen. Und wir kamen dem Gelände mit den Bühnen am Horizont auch immer näher. (Zu diesem Zeitpunkt war ich noch voller Vorfreude.) Unser Plätzchen � ja das kann man wohl so sagen � war am äußeren Rand und ratz fatz haben wir das Zelt aufgestellt. Nachdem wir uns mit den nächsten Nachbarn (im Abiturienten-Alter) bekannt gemacht haben (Können wir uns mal bitte euren Blasebalg borgen?), machten wir uns auf den Weg zum Festival-gelände.

Freitag

Wir hatten unsere Karten vorbestellt (Anm.: void: ging online wunderbar, die Karten waren nach 3 Tagen da). Der Andrang wurde größer und damit�s schneller ging, sollten die Kartenbesitzer zu einer bestimmten von 2 offenen Kassen gehen. Eine dritte war für Gäste (?).

In diesem Jahr gab�s Bändchen, wie auf�m Ring. Letztes Jahr, erzählte mir eine Freundin, gab�s noch diese Plastikstreifenringe, die vermeintlich unkaputtbar sind, aber ohne großen Erinnerungswert. Nachdem wir unsere Karten mit den Bändern eintauschten, wurden die Bändchen-Hülsen von nur 2 sonnenbebrillten und gebräunten jungen Männern festgestanzt. Danach ging�s weiter durch 2 Schleusen zur Ganzkörperabtastung. Man fahndete nach spitzen Gegenständen, Flaschen, oder was auch immer als Waffe herhalten könnte. (Es sei erwähnt, dass ich an Tag 2 einen Jugendlichen in einem Grüppchen mit �nem Messer in der Hand gesehen habe, der allerdings auch nur damit protzte, frei nach Motto, �schaut mal, damit kürze ich meine Stoppeln im Gesicht.�) Man merkt, hier ist alles überschaubar, und noch nicht so überlaufen, wie auf dem �Ring� oder im �Park�.

Auf dem Gelände richtete sich der Blick gleich auf den Festival-internen-Merchandising-Stand, an dem man das diesjährige Festival-Tieschörd erstehen konnte, und Bandshirts aller auftretenden Bands. Schließlich standen in der Mitte Bierzelt, Händlerstände, Fressbuden; das Chillout-Zelt der Zeitschrift Blond (http://www.blondmag.com), die auch in ihrem Blatt auf das Berlinova aufmerksam machten; Massage-Pavillon, Beachvolleyball-Feld, Art-Forum (Ramones Exponante), Silent-Disko "Berlinova-Radio", 11-Freunde Zelt, Wasserpfeifensitzecke, 2 oder gar 3 bibop-�Tankstellen� (mach ich hier grad unbeabsichtigt Werbung?) und drum�rum natürlich die Bühnen: die �Electric Kingdom�-Bühne bot in den nächsten Tagen Musik bis 8am, auf der �Visions�-Bühne (http://www.visions.de) und der �Radio Fritz�-Bühne (http://www.fritz.de) wexelten sich die Bands ab.

Am Freitag fand auf dem Gelände das Emergenza-bandcontest-finale statt. Allein dieser Contest wäre einen Bericht wert. Leider haben das zu spät mitbekommen. Das Finale rockte in einem größeren von 2 Zirkuszelten, im �Uncle Sally�s Marquee, und uns beeindruckte besonders ein Frontmann, der aussah wie Meat Loaf in jungen Jahren und sich Diva-like bewegte; er drehte sich, warf den Kopf zurück und seine ganze Erscheinung hatte was Fesselndes. Leider haben wir nicht mehr rausbekommen, welche Band es gewesen ist.

Die Band �Mr.Brown� hat mir ebenso gefallen. Die Bandmitglieder sahen recht unscheinbar aus in ihren weißen Hemden und roten Pullundern. Aber Alter Schwede haben die gerockt. Rockig wie Muse will ich meinen. Bei der Siegerehrung wurden die Namen genannt, aber mehr genuschelt, als dass wir alles gut verstanden. Die Siegerband �Klartext� stammt aus Berlin. (mehr auf http://www.emergenza.net)

Der Contest hat auf beeindruckende Weise gezeigt, dass es um den Nachwuchs gut bestimmt ist, und danach rockten dann die Althasen von �Alternative Allstars�. Auf deren Seite findest du unter Photos sogar einige Photos von deren Gig auf dem Berlinova. (www.alternative-allstars.de) Und die Alternatives sind echte Altrocker. Die meisten Lieder sagten mir nichts, aber die Stimmung im Zelt riss mich mit. Einen Song spielten sie gemeinsam mit dem 4Lyn Sänger Ron �Braz� Clauß, die danach auftraten. Allstars Frontmann Claus Grabke wies auf dem Konzert politisch darauf hin, dass wir Fans Einfluss auf die mediale Verbreitung haben, dass wir bei den Sendern anrufen sollten, um uns das Lied im Radio zu wünschen, bzw. das Video im Musikfernsehen. Auch erinnerte er an den Sender Viva2, den sehr viele im Zelt ebenfalls vermissten. Bei all der Gemeinschaftstrauer vergaß er nicht zu erwähnen, dass deren neues Album �110% Rock� draußen sei. Zum großen Showdown rief er alle Emergenza-band-contest-teilnehmer auf die Bühne, die noch da waren, um mit ihnen den Klassiker "(You Gotta) Fight for Your Right (To Party)" zu feiern.

4Lyn hatten danach wenig Mühe, die Luft wieder anzuheizen, denn im Zelt wurde es kaum kühler während des Umbaus. Braz schrie sich die Seele aus dem Leib und tobte über die Bühne. Die pogende Menge vor der Bühne sah auch ziemlich gefährlich aus. Er ermunterte sie sogar, sich zu teilen und sich auf sein Zeichen anzuspringen, �wie noch nie�. Ich fand�s hirnissig, weil sich die Menge eh nicht unter Kontrolle hatte und auf seine Gesangszeile wartete. Aber die Band hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Auch Braz fand mutige politische Worte und machte auf den Mainstream aufmerksam; und auf deren Album.

Nach dem Auftritt von 4Lyn war�s schon 4am und wir wollten einfach raus aus dem Zelt, Luftschnappen. Allerdings hatte es bereits angefangen zu regnen. Wir flitzten zum Zelt, wexelten die Klamotten und packten uns hin. Danach war allerdings auch nicht an Schlaf zu denken. (Nicht, was ihr vielleicht denkt!) Die Electric Kingdom Bühne stand recht nah am Zeltplatz, und von dort schallte es noch bis ganz früh rüber zu uns. Im Plan stand was von bis 8am. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut. Verdammt! Meine Ohren steckten im Dilemma: die Musik war klasse! Drum�n�bass par excellence! (Verzeiht mir liebe Rockfans) Und andererseits wollt mein Körper einfach nur pennen. Irgendwie ging�s doch. Bis dann ein Irrer mit einem Megafon gegen 8am einige auf dem Zeltplatz weckten und nach Helga rief. Wer vermisst sie nicht? =)

Samstag

Gegen Mittag erst schritten wir gelassen aufs Gelände. Auf der Fritzbühne spielten gerade �Marr�. (Vor kurzem hab ich sie in einem VIVA Spot für ein anderes Festival gesehen! Ihr werdet also eventuelle noch mehr von der Band hören.) Da wir aber erstmal unsere Bedürfnispyramide abarbeiten wollten, holten wir uns beim Chinesen erstmal eine Schüssel gebratener Nudeln (ab 3,50 Euro), setzten uns auf die Bierzeltbank und lauschten eher beiläufig Marr�s Musik.

Danach, wir saßen noch auf der Bank, begann wohl der Soundcheck auf der Visionsbühne. Es klang wie Heather Nova zu High School-Zeiten. Wer war das denn? Ich holte den Plan vor und sah nach. Demnach waren das �Cool Kids Of Death�. Und wenn das stimmte, fand ich den Tod gar nicht mehr so schlimm. Aber die Band waren unmöglich die coolen Todeskinder. Es konnte sein, dass dies �Teitur� waren, die allerdings erst eine Stunde später auftreten sollten. Und was ich zur Musik sagen kann? Hmm. Eine Akkustikgitarre. Texte nicht beachtet. Wunsch, aus dem Soundkegel zu flüchten, wuchs. Das Wetter war auch unbeständig. Und wir flüchteten.

Am Nachmittag kamen wir wieder für �Element Of Crime�. Es war wunderbar: die Sonne schien plötzlich, nachdem es kurz schauerte, und eine breite Masse fläzte im Gras, um der Musik zu lauschen. Pärchen und Cliquen lagen auf Decken oder Jacken, schlürften Wein aus TetraPack und naschten Kekse. Und was soll man anderes tun, wenn Herr Lehmann-Autor und Bandleader Sven Regener von Berlin singt oder den Klassiker �Michaela sagt�? Dennoch stand eine kleine treue Menge vor der Bühne und jubelte der Band zu. Sie hatten bereits einige Lieder gesungen. Meine Freundin aus Magdeburg (Hallo Bettina!) hat vor einiger Zeit die Musik der Band für sich entdeckt, woran ich in dem Moment auch dachte und ich rief sie kurzerhand an. Ich hoffte, sie könne die Live Musik gut verstehen. Es war schwierig, sie verstand nicht viel; weiß nicht, ob es zu viel dröhnte; aber sie fand es witzig.

Nach dem Element spielten auf der gegenüberliegenden Bühne �Kid Alex & Sick Boys�. Darauf habe ich mich ebenfalls gefroit, denn ich wollte schauen, ob Kid Alex in real life genauso süß aussah, wie in den Videos. Ja klar, ein Milchbubi. Aber hey, dennoch �ne Schnitte, wie ich fand. *G* Auf der Bühne stand neben ihm, außer seine Sick Boys, ein Barhocker mit einer Elektrosoundwundermaschine. Ich glaube, es war eine Roland 3o3 oder wie solche Geräte hießen. Soundtüftler ahnen, was ich meine. Er sang ein paar Zeilen ein, und mit diesem Gerät hat er seine Gesangsstücke zerskrätscht und verzerrt wiedergegeben. Manchmal klang es derart verfremdet, dass es nur eine verzerrte Melodie war. Seine Musik kam gut an, und bei �Fame� sprangen dann mehr Leute, denn dieses Lied ist ja auch als Single draußen. (Anm.: void: Ich finde Kid Alex immernoch *...zensiert...*)

Nach Alex sollten Millencolin spielen. Wir entschieden uns, statt dem Umbau zuzusehen, lieber zum Auto zu gehen und Wasser zu holen. Daher haben wir die Band auch verpasst. Auf unserem Rückweg vom Auto konnten wir Kool Savas brüllen hören. Reicht vielleicht auch als Klanggenuss.

Am frühen Abend kam dann das große Heileit, wofür ich auch uuuuuunbedingt wieder auf dem Platz sein wollte. Man nennt das wohl auch Headliner? Jedenfalls kam dann eine Band, die in diesem Sommer wohl jede Festivalbühne unsicher macht: Sportfreunde Stiller. Meine Begeisterung für diese Band ließ mich Leidvolles ertragen: mitten in der Jungspunde-Menge stehen, mithüpfen, mitschwitzen, von besoffenen 8-Klässlern zur Seite geschoben werden. In der Tat schien es so, als ob die Mehrheit der Teens nur für die Sporties zum Berlinova gekommen seien. Die Sporties jedenfalls hatten ihr Programm intus: zwischendurch quatschten sie floskelartig mit uns; erzählten, dass sie ja letztes Jahr aufgrund des Unfalls von Drummer Flo absagen mussten, und demnach hier schon 5 Minuten länger als letztes Jahr spielten. Haha, naja, small talk mit den Gästen. Peter meinte dann auch, dass (wie selbstverständlich) immer die Sonne scheint, wenn die Sportfreunde spielen, und es bislang noch nie geregnet habe, wenn sie auftreten. Und ich überlegte, unter welchen Umständen ich solch eine Bemerkung nicht für arrogant halten würde. Allerdings fanden sie es nicht mehr so lustig, als die Menge sang: Zieht den Bayern die Leeederhose aus. *G* Und die Musik?: Sie spielten ihre Klassiker: u.a. holten sie die Menge auf die gute Seite, sangen international, melancholisch fast wie von selbst und von den wunderbaren Jahren, fragten, wie lange sie noch warten sollen, und vergaben das Kompliment. Als sie winkend von der Bühne schritten, haben sicher auch sie damit gerechnet, eine Zugabe zu spielen. Selbstverständlich gingen sie sodann mit uns Wellenreiten; dem Gassenhauer, mit dem sie damals bekannt wurden. Es folgte dann noch der Spitze-Hit. Im Großen und Ganzen spielten sie rockige Musik, die Massen bewegt. Das Musikfeuilleton hat sie ja nun für sich entdeckt als Rockband. Vor allem der Rüde (Rüdiger) ging mit seinem Bass ab, weshalb ich jetzt, anstelle des Peters, eher den Rüdiger mag. :D

Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich ihn etwa 2 Stunden zuvor am Ende der Autogrammstunde vor dem Visionszelt sprechen konnte: Zu Beginn standen die Massen belagernd davor, und ich schummelte mich nur in die Menge, um nachzusehen, ob die Sporties >wirklich
Ich bat ihn noch, für Rockpalast und RP-Fans einen Gruß niederzuschreiben, aber die Visions-Tante hatte schon den Stift weggegeben, und da sie keinen anderen gefunden haben, und ich auch keinen dabei hatte, verabschiedeten wir uns und ich wünschte ihm viel Spaß. Nennt es naiv, aber ich dachte, ich könnte in seinem Unterbewusstsein den Gedanken an Rockpalast und Rockpalast-fans einpflanzen. Bei ihrem Auftritt fiel noch kein Wort, aber denkt an meine Worte, in der näxten Zeit kann es schon sein, dass die Sporties reumütig zu ihren Wurzeln zurückkehren. *lach*

Am frühen Abend lauschten wir gespannt �Sick Of It All�, einer Band aus New York, deren Musik mir auf diesem kleinen feinen Festival etwas gewaltig und ernst daherkam. Frontmann Lou Koller schrie sich seine Metropole-geplagte Seele aus dem Leib. Lange konnte ich dem nicht zuhören; ich ging duschen, kalt, natürlich, das ist wohl üblich. (Mein Tipp: das kalte Wasser ist leichter zu ertragen, sagt man sich fortwährend �Ostsee, Ostsee, Ostsee�. Gegebenenfalls auch �Nordsee, Nordsee, Nordsee�. Wer�s mag, auch �Cote Azur, Cote Azur, Cote Azur�, was allerdings schwieriger ist, da man vom kalten Wasser allein schon stottern muss.)

Am späten Abend spielte laut Plan �2Raumwohnung�, eine Berliner Band, die ebenfalls Heimvorteil genießt. Wir gingen allerdings nicht hin. Ich wäre auch nur wegen Bettina hingegangen, hätte sie noch mal angerufen, und wäre neugierig gewesen auf das Lied �Wir trafen uns in einem Garten�. Lieber wollte ich mir n bissel Ruhe gönnen, bevor mir die Musik von der Electric Kingdom Bühne wieder den Schlaf raubt.

Sonntag

Auf dem Plan standen für den Vormittag interessante Bands, deren Name an sich schon neugierig machte: Spitting Of Tall Buildings (sie werden auch laut Planung hier bei uns während der Magdeburger Studententagen auftreten *G*), Nova International, Tigerbeat, Mellow Mark (Ist das nicht der mit den Rastas, der in der Südsee aufwuchs? Mehr: www.mellowmark.de). Wir gingen wieder erst gegen Mittag hin und bekamen von den Bands nichts mit, die zuvor spielten.

Halb 1 sollten �Virginia Jetzt!� spielen. Ich froite mich riesig auf sie, denn Jens und ich hatten sie schon in Magdeburg im Campustheater gehört, und ahnten, was auf uns zukam. Die Band nahm den Auftritt locker, begrüßte uns lächelnd und Frontmann Nino und Bassist Mathias sagten, sie wären an unserer Stelle um diese Zeit noch nicht aufgestanden. Sie fanden das Publikum auch witzig: �Das sieht von hier oben wie Karneval aus.�. Einige hatten sich die T-Mobile- oder Prinz-Frischhaltefolie übergestreift, weil es zuvor regnete. Aber mit ihren Songs ihres Debüts �Wer Angst Vor Virginia Jetzt� wurde uns warm ums Herz. Sie spielten ihren Heimvorteil aus, und sangen unter anderem �Das Beste Für Alle�, das sie mit MIA einspielten und (�dreifach Schön�) ��und ich weiß, ohne dich wird�s auch weiter gehen, doch mit euch ist es dreifach schöön�. *schwelg* Leider durften VJ! unverständlicherweise nur eine halbe Stunde spielen.

Danach spielten auf der Visionsbühne nahtlos �Eskobar�, die mit Heather Nova (�a friend of us�) ein Lied veröffentlichten. Nach einigen unbekannten Liedern lauschten wir dann auch diesem bekannten Song. Sie spielten einige Songs ihres jüngst veröffentlichten Albums. Frontman Daniel Bellqvist klagte sein Angst vor Hackern, da er die finale Version ihres Albums zwecks Songauswahl mit zu Hause hatte ;) Aber die Skandinavier kamen mit ihrem Melancholie-Pop gut an. Sänger Daniel erweiterte sein musikalisches Repertoire mit einer Halbes-Liter-Wasserflasche, die er mit etwas Sand füllte und vor dem Mikro schüttelte und seinen Gesang begleitete.

Nach �Eskobar� waren wir neugierig auf �The Weakerthans�, von denen Jens bereits von Wibke hörte. (Hallo V.I.P.ke!) Vor der Bühne stand entspannt eine lockere Menge, ohne Gedrängel, die einfach nur der Musik lauschen wollten. Ein junger Mann froite sich dermaßen, dass er hüpfend, gen Himmel grinsend, in seine Kamera schaute und sich ablichtete. Der letzte Tag des Festivals war ohnehin irgendwie entspannter. Doch weiter im Text.

Ich halte Eskobar und Weakerthans für relativ erwachsene Musik; Kreischt jetzt nicht gleich auf, ich meine damit nur das Gegenteil von diesem Jugendwahn, der 30jährige dazu bringt, sich zu piercen, anstatt den Tatsachen ins Auge zu sehen, da Erwachsenwerden auch was mit Reifen zu tun hat. Man/Frau muss ja nicht jeden Modeheip mitmachen und so tun, als würde der Körper ewig wie 17 Jahre aussehen! Eskobar scheint für Leute zu sein, die wissen, dass sie älter werden und man sich mit der Musik beruhigen kann, und die Zeit einfach geniesst. Weakerthans singen von Dingen, die einen als erwachsener Mensch interessieren. Auf den Text hab ich erst nicht so recht geachtet, bis mir ein paar Worthülsen entgegenschwappten, bei denen ich kichern musste. Beschreibt er da den Körper einer Frau?

Björn Again, die danach spielten, waren auf dem Festival nicht so der Bringer; viele gingen weg, machten gelangweilte Gesichter. Es sind halt nicht mehr die 70er. Wir wollten uns dieses ABBA Revival auch nicht antun. Stattdessen heimsten wir noch ein paar Souvenirs ein, gingen zum Zeltplatz und fingen an, zusammen zu packen.

Am Nachmittag trafen wir uns noch mit einer Freundin, die in der Gegend wohnt. Sie war letztes Jahr schon auf dem Gelände. Sie erzählte auch, dass die Platzierung von Zeltplatz und Parkplatz letztes Mal andersherum war. Währenddessen sang Patrice auf dem Festival. Doch leider nicht für uns.. Gern hätte ich �Love�, �You always you� und �Music� live interpretiert gehört. Wir packten jedoch unsere Sachen zusammen, schmierten noch schnell �ne Stulle, und fuhren gen Heimat. Schließlich waren wir noch weitere 2+2 Stunden unterwegs. (2 bis Magdeburg + 2 bis Zwickau)

Im großen und ganzen hat mir das Festival sehr gefallen: es bot für jeden Geschmack etwas, und das zu einem angenehmen Preis. Die Duschen (wenn auch mit kaltem Wasser) waren ok, die Dixies, von denen nicht nur auf dem Zeltplatz, sondern auch auf dem Gelände genügend standen, wurden am 2.Tag (auf dem Zeltplatz) sogar geleert und abgekärchert.

Ich lass mich jedenfalls davon überraschen, wer nächstes Jahr spielen wird. Allerdings werden wir dann nicht so nah ran zelten. *FG*
hinzugefügt: June 22nd 2004
Tester: helldriverin

zugehöriger Link: http://www.berlinova.com